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Blau blüht der Enzian in der Mongolei
6. Oktober 2004...Druckerfreundliche Version

[guenzroth] In Irkutsk wackelte die Erde und beim Mittagessen schwankte sie. Die 15 Reisenden aus Triberg und Umgebung spürten aber nur die drei Tage und vier Nächte, die sie von Moskau bis in die sibirische Stadt in der Transsibirischen Eisenbahn verbracht hatten, das Rütteln und Schlingern, das kurze Rucken und Beschleunigen.

Doch schon am Baikalsee, dem "heiligen Meer", verschwanden die Erscheinungen. "Hier ist es so still", befand dann Britta und auch die anderen verzichteten gern auf das Rattatatam des Zuges - für zwei Tage. Dann ging es weiter, denn "der Weg ist das Ziel", hatte Manfred Bökenkamp schon während des Länder-Seminars der Volkshochschule Triberg gesagt. Die VHS-Reise in Zusammenarbeit mit Dertour führte, von ihm sprach- und sachkundig betreut, von Moskau in Rußland über Sibirien nach Ulan Bator in die Mongolei und weiter nach Peking, der Hauptstadt Chinas.

Rund 8000 Kilometer betrug diesmal die Strecke der drei Eisenbahnlinien vom europäischen Teil Rußlands nach Asien. "Ich schlafe hier immer gut", bekräftigte Otto aus Triberg verschmitzt. Zufrieden und harmonisch reiste man, denn das, was zu sehen und zu erleben war, entschädigte für manche Einschränkung.

Drei Länder, drei Städte, drei Kulturen, Landschaften von der Taiga, Steppe, Bergsteppe, Wüste, chinesischer Tiefebene bis hin zum Bergland fesselten die Reisenden aus dem Schwarzwald ebenso wie die Tierwelt: Robben im Süßwassersee Baikal und Kamele in der Wüste Gobi. Und auch bei dieser dritten Reise der VHS Triberg mit der Transsib kam es spontan aus vielen Mündern: "Das kann man ja gar nicht alles auf einmal verarbeiten, da brauche ich ja noch Wochen." Darum wurden Tagebücher geführt, Fotos geschossen, Videos gedreht. Und wenn es möglich war, saßen die Schwarzwälder beieinander und tauschten ihre Eindrücke aus: "Der Baikal, ein Naturwunder", zum Beispiel. Oder: "Hier sieht man doch gleich, wer das Geld hat", beim Anblick der wie Festungen ausgebauten Villen der "neuen Russen". Oder: "Man müßte in der Jurte leben und mit den Kamelen ziehen", in der Mongolei. Hier protestierten vor allem die Frauen: In der Mongolei sind die Jurtenbewohnerinnen nach wie vor an den Haushalt gebunden. Und in China, dem einzigen der drei besuchten Länder, das noch kommunistisch regiert wird, sinnierte Martin beim Anblick des Dauer-Staus auf Pekings Straßen: "Kommt das bei uns auch bald?"

Erfahren haben die 15 Teilnehmer Einsichten und Ansichten, blickten in die Geschichte dreier Länder, sahen in Tianjin, der Pekinger Hafenstadt, noch Zeugen deutscher Geschichte, die in Deutschland viel zu wenig bekannt ist. Abgesehen von den Sehenswürdigkeiten, die man besichtigte, gab es auch so manche lukullische Anregung: russischer Bortscht zum Beispiel, "Milchkannenfleisch" in der Mongolei (Schaffleisch, das zwischen Steinen im Ofen gegart wird), und Pekingente. Dazu gehörten auch die verschiedenen Biersorten in den besuchten Ländern.

Einig waren sich alle zum Schluss: "Die Mongolei war am schönsten - wir Schwarzwälder sind ja mehr naturverbunden." Schließlich blühen dort auf 1800 Meter Höhe Edelweiß und Enzian.

Quelle: http://www.suedkurier.de/
 
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